Der aktuelle Karlsruher Transfer: Die Welt ist nicht genug

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EDITORIAL

Mahatma Gandhi hat einmal gesagt: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ Tatsächlich scheinen wir sowohl persönlich – etwa unsere Konsumgewohnheiten betreffend – als auch gesellschaftlich in vielerlei Hinsicht nicht genug kriegen zu können. Leider geschieht dies nicht selten auf Kosten anderer oder unserer Umwelt – man denke nur an die globalen Unterschiede zwischen Arm und Reich und die zunehmende Ausbeutung von Ressourcen.

Einige Ansätze, dieser enormen Herausforderung zu begegnen, werden in dieser Ausgabe thematisiert und diskutiert – beispielsweise auf den Gebieten der Entwicklungszusammenarbeit und Ordnungspolitik, aber auch auf ganz persönlicher Ebene.

Mit dem Wunsch nach Lösungen treten auch ganz neue Fragen zu Tage: Wer soll die Lösungen herbeiführen – der Staat? Speziell in Deutschland demonstrieren nicht wenige gegen dessen „Bevormundung“, sie wollen mitbestimmen, etwain den Verhandlungen um das Freihandelsabkommen TTIP. Die spannende Kontroverse um TTIP beleuchten wir ebenso wie die ersten staatlichen High-Tech-Planstädte im asiatischen Raum. Sie versprechen eine smarte und nachhaltige Zukunft. Doch halten sie, was sie versprechen?

Bei allen Diskussionen gilt es eines zu bedenken: Eine reine Verzichtshaltung oder ein Erhalt des Status Quo mögen zwar Sicherheit bewirken, doch können sie auch Stillstand bedeuten. Für Deutschland wäre das fatal, bringt Dr. Martin Sonnenschein von AT Kearney in einem Interview mit uns zum Ausdruck.

Auch in der Forschung spielt das Thema „Die Welt ist nicht genug“ eine bedeutende Rolle:
Die Suche nach zusätzlichen oder alternativen Lebensräumen für die Menschheit fern unserer Erde etwa könnte sich langfristig als überlebenswichtig erweisen.

Zum Abschluss freue ich mich darauf hinweisen zu können, dass Sie als Leser die nunmehr 50. Ausgabe unseres Magazins in Ihren Händen halten. Seit mehr als 20 Jahren widmen wir uns in unserer studentischen Redaktion voller Neugier spannenden Themen aus Forschung und Wirtschaft. Für Ihr Interesse und die Unterstützung in dieser Zeit möchte ich mich im Namen der Redaktion ganz herzlich bedanken.

Mit unserer Jubiläumsausgabe wünsche ich Ihnen nun ein abwechslungsreiches Leseerlebnis und den einen oder anderen Denkanstoß.

Christian Füllner, Chefredakteur

Artikel

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